Katharina Zeman · Gründerin
Meine Aufgabe ist nicht, eine Stelle zu füllen. Sondern einen Menschen dorthin zu bringen, wo er gut sein kann.
Ich bin Katharina Zeman und arbeite seit 2012 in der Personaldienstleistung, zuletzt als Operations Director. Heute mache ich es so, wie ich es dort immer machen wollte.

Katharina Zeman, Gründerin
Haltung
Wofür ich stehe.
Mir war nie wichtig, was auf meiner Visitenkarte steht. Als Führungskraft habe ich mich als Teil des Teams verstanden und meine Aufgabe darin, dem Team die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit die Leute Raum haben für die Arbeit, für die sie eigentlich da sind. Nicht kontrollieren, sondern freiräumen.
Dazu gehört, jeden dort einzusetzen, wo seine Stärken liegen, statt alle an derselben Erwartung zu messen. Das klingt weich und war betriebswirtschaftlich das Gegenteil: Meine Teams waren produktiv, und die Einsatzbereitschaft war hoch, weil Menschen sich anstrengen, wenn sie merken, dass jemand sie sieht. Das ist keine Gesinnungsfrage, das ist eine Rechnung.
Genau dieser Blick entscheidet, wen ich Ihnen vorschlage. Ich prüfe nicht nur, ob jemand die Anforderungen einer Stelle erfüllt, sondern wo diese Person gut sein kann, und ob Ihr Betrieb ihr diesen Platz bietet. Eine Besetzung, die auf dem Papier stimmt und in der Praxis am falschen Platz sitzt, hält kein halbes Jahr.
Und ich sage, was ich nicht kann. Wenn ich eine Position nicht besetzen kann oder ein Vorhaben in der geplanten Form nicht funktioniert, erfahren Sie das früh genug, um zu reagieren.
Warum Zemara
Warum ich aufgehört habe und Zemara gegründet.
Ich war fachlich am Ziel und in der Sache immer unzufriedener. Alles war standardisiert. Wenn ein Kunde eine Lösung brauchte, die es im Prozesshandbuch nicht gab, war das Ergebnis meistens keine Lösung. Mein eigener Erfolg hing daran, wie gut Kollegen in Abteilungen arbeiteten, auf die ich keinen Einfluss hatte. Und auf fast jeden Vorschlag kamen dieselben zwei Sätze: „Das geht nicht" und „Das haben wir immer so gemacht."
Irgendwann war klar, dass ich das nicht ändern, sondern nur verlassen kann. Zemara ist das, was danach entstanden ist: kein Standardprozess, keine Weiterleitung an eine Abteilung, keine Lösung, die zuerst zum System passen muss. Wer mit mir arbeitet, redet mit der Person, die entscheidet.
Werdegang
Woher ich komme.
Ab 2012 war ich in der Personaldienstleistung: erst in der Vertriebsdisposition, wo man das Geschäft von unten lernt, also Kunden gewinnen, Bewerber verstehen, Stellen besetzen und wirtschaftliche Vorgaben einhalten, danach als Leiterin einer Geschäftsstelle. 2019 wurde diese Geschäftsstelle von meinem Arbeitgeber für Umsatz- und Ergebniswachstum ausgezeichnet; anschließend habe ich als Area Manager mehrere Standorte verantwortet.
Später wechselte ich zu einem international aufgestellten Personaldienstleister. Als National Delivery Manager habe ich nationale Lieferstrategien für die Personalvermittlung entwickelt, Recruiting-Projekte für Konzerne und Mittelständler verantwortet und Anwerbeprojekte für ausländische Arbeitskräfte umgesetzt, einschließlich der Frage, wo diese Menschen nach der Ankunft wohnen. Zuletzt war ich Operations Director, zuständig für das operative Geschäft mit Führungskräften, Budgets, Prozessen und Kundenverträgen.
Davor lagen die Gastronomie und die Hotellerie, und erst danach die kaufmännische Ausbildung, die ich unter den zehn besten Absolventinnen in Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen habe.
Haltung zu Lebensläufen
Warum ich niemanden nach Lücken beurteile.
Der Anfang dieses Weges sah nicht danach aus. Meine Schulzeit endete nach der elften Klasse. Die Ausbildung zur Steuerfachangestellten musste ich nach einem Unfall abbrechen. Und vierzehn Tage nachdem ich den nächsten Ausbildungsvertrag unterschrieben hatte, im Hotelfach, wurde ich schwanger, mit Zwillingen, und damit war Schichtdienst nicht mehr möglich. In meinen Unterlagen standen also zwei Abbrüche und kein Abitur. Aus einer Bewerbungsmappe hätte man mich aussortiert, und zwar mit dem Gefühl, sorgfältig gearbeitet zu haben.
Deshalb frage ich bei einem Bruch nach, statt ihn zu bewerten. Meistens steckt dahinter ein Unfall, eine Krankheit, ein Umzug, ein Kind oder ein Chef, also Umstände und keine Charakterfrage. Was ich wissen will, ist, was jemand danach gemacht hat, und das steht in keinem Dokument.
Das ist der Grund, warum ich mit jedem Kandidaten spreche, bevor ich ihn Ihnen vorstelle. Sonst würde ich genau die Leute übersehen, die man damals bei mir übersehen hätte.
Standort
Warum ich von Bali aus arbeite.
Ich habe einen Ort gesucht, an dem ich wachsen kann, und ihn hier gefunden. Was mich hält, ist eine Haltung, die mir im Alltag ständig begegnet: Bei einem Problem wird zuerst nach der Möglichkeit gefragt und nicht nach dem Schuldigen, und es wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass es für ein Geschäft immer einen nächsten Weg gibt. Nach Jahren von „das haben wir immer so gemacht" war das eine Umstellung, und eine, die meine Arbeitsweise verändert hat.
Für die Zusammenarbeit mit mir ändert die Entfernung nichts. Ich arbeite in deutschen Zeiten und bin werktags von 8 bis 14 Uhr deutscher Zeit telefonisch erreichbar; alles außerhalb dieses Fensters vereinbaren wir. Behörden, Verträge und Gespräche mit Ihnen laufen dort, wo sie hingehören.
Zweites Standbein
Warum bei mir auch Websites und Kampagnen entstehen.
In meinen Konzernjahren war mein größtes Hindernis nicht der Markt, sondern der Zulauf: Für meine Projekte kamen regelmäßig Kandidaten, die den Anforderungen überhaupt nicht entsprachen. Wenn ich das im Marketing oder im Recruiting ansprach, hieß es, mehr sei nicht möglich, das sei schon das Beste. Ich habe das nie geglaubt, man kann immer etwas besser machen, aber ich konnte es nicht belegen. Mir fehlte das Wissen, um zu sagen, wo genau die Kampagne die falschen Leute anzieht.
Also habe ich mir gezielt die Weiterbildung gesucht, die das schließt, bin damit zu meinem Berater gegangen und habe gesagt: die will ich. Herausgekommen ist ein Abschluss als IT-Berater für Medieninformatik und Online-Marketing, 1.850 Unterrichtseinheiten bei einem nach AZAV zugelassenen Träger, von Seitenaufbau und Technik über Suchmaschinenoptimierung und Analytics bis zu Kampagnen und Leadgenerierung, dazu das SEO-Fachkräftezertifikat des Bundesverbands Digitale Wirtschaft.
Seitdem kann ich beide Seiten dieser Diskussion führen. Wer weiß, warum eine Kampagne die falschen Bewerber liefert, weiß es auch bei Kunden. Es ist dieselbe Frage: Wen will ich erreichen, und was bringt diese Person dazu, sich zu melden.
Diese Website ist übrigens selbst gebaut. Was Sie hier sehen, ist gleichzeitig die Arbeitsprobe.
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